Bist du allein?

Mäurer:

Mutter-Hund, so zu sagen, eine geschlagene Stunde lang.

Lucie verschwindet vom Fenster, kommt schnellfüßig durch den Hausflur ins Zimmer, schließt die Türe hinter sich, die Tür nach dem Laden ebenfalls, geht wortlos auf Mäurer zu, umhalst ihn, zieht ihn nach rückwärts, so daß der Stuhl kippt, und küßt ihn zu vielen Malen mit frischer, gesunder Leidenschaftlichkeit. Sie ist im fußfreien Leinwandkleidchen vom Baden gekommen, trägt die Wäsche noch unterm Arm und das Haar zum Trocknen offen. Mäurer wehrt sich zunächst nicht, dann zieht er das Mädchen auf seinen Schoß und küßt sie, merklich erwärmt, auf den Mund, wobei er den Duft ihres erfrischten Körpers einzusaugen scheint.

Mäurer:

Frische Seejungfer!

Lucie:

Gott sei Dank, daß ich dich endlich mal allein habe. Das kommt jetzt gar nicht mehr bei uns vor.

Mäurer: