Helene. Ja, freilich, — es ist ja sehr interessant ... so ein Bergmann ... wenn man’s so nehmen will ... Es giebt ja Gegenden, wo man gar keine findet, aber wenn man sie so täglich ...
Loth. Auch wenn man sie täglich sieht, Fräulein ... Man muß sie sogar täglich sehen, um das Interessante an ihnen herauszufinden.
Helene. Nun, wenn es so schwer herauszufinden ... was ist es denn dann? das Interessante mein ich.
Loth. Es ist zum Beispiel interessant, daß diese Menschen, wie Sie sagen, immer so gehässig oder finster blicken.
Helene. Wieso meinen Sie, daß das besonders interessant ist?
Loth. Weil es nicht das Gewöhnliche ist. Wir anderen pflegen doch nur zeitweilig und keineswegs immer so zu blicken.
Helene. Ja, weshalb blicken sie denn nur immer so ... so gehässig, so mürrisch? Es muß doch einen Grund haben.
Loth. Ganz recht! und den möchte ich gern herausfinden.
Helene. Ach Sie sind! Sie lügen mir was vor. Was hätten Sie denn davon, wenn Sie das auch wüßten?
Loth. Man könnte vielleicht Mittel finden, den Grund, warum diese Leute immer so freudlos und gehässig sein müssen, wegzuräumen; — man könnte sie vielleicht glücklicher machen.