Frau Spiller ist kurz nach Frau Krause ebenfalls eingetreten. Sie ist klein, schief und mit den zurückgelegten Sachen der Frau Krause herausgestutzt. Während Frau Krause spricht, hält sie mit einer gewissen Andacht die Augen zu ihr aufgeschlagen. Sie ist etwa fünfundfünfzig Jahre alt; ihr Ausathmen geschieht jedesmal mit einem leisen Stöhnen, welches auch, wenn sie redet, regelmäßig wie—m—hörbar wird.

Frau Spiller mit unterwürfigem, wehmüthig geziertem moll-Ton, sehr leise. Der Baron Klinkow haben genau dasselbe Buffet—m—.

Helene zu Frau Krause. Mama! wollen wir uns nicht erst setzen, dann .....

Frau Krause wendet sich blitzschnell und trifft Helene mit einem vernichtenden Blick; kurz und herrisch. Schickt sich doas? Frau Krause, im Begriff sich zu setzen, erinnert sich, daß das Tischgebet noch nicht gesprochen ist und faltet mechanisch, doch ohne ihrer Bosheit im Uebrigen Herr zu sein, die Hände.

Frau Spiller spricht das Tischgebet.

Komm, Herr Jesu, sei unser Gast.

Segne, was du uns bescheeret hast.

Amen.

Alle setzen sich mit Geräusch. Mit dem Zulangen und Zureichen, welches einige Zeit in Anspruch nimmt, kommt man über die peinliche Situation hinweg.

Hoffmann zu Loth. Lieber Freund, Du bedienst Dich wohl?! Austern?