Kahl. Do hot ’r an Thoaler .... oaber halt’t Eure Gusche! Er geht eiligst über den Hof und steigt über den Staketenzaun rechts. Ab.
Beibst hat mittels eines neuen Streichholzes seine Pfeife angezündet, hinkt bis unter den Thorweg, läßt sich nieder und nimmt seine Dengelarbeit von Neuem auf. Wieder eine Zeit lang nichts als das eintönige Aufschlagen des Dengelhammers und das Aechzen des alten Mannes, von kurzen Flüchen unterbrochen, wenn ihm etwas bei seiner Arbeit nicht nach Wunsch geht. Es ist um ein Beträchtliches heller geworden.
Loth tritt aus der Hausthür, steht still, dehnt sich, thut mehrere tiefe Athemzüge. H! .. h! .. Morgenluft! Er geht langsam nach dem Hintergrunde zu bis unter den Thorweg. Zu Beibst. Guten Morgen! Schon so früh wach?
Beibst mißtrauisch aufschielend, unfreundlich. ’Murja! Kleine Pause, hierauf Beibst, ohne Loth’s Anwesenheit weiter zu beachten, gleichsam im Zwiegespräch mit seiner Sense, die er mehrmals aufgebracht hin und herreißt. Krummes Oos! na, werd’s glei?! Ekch! Himmeldunnerschlag ja! Er dengelt weiter.
Loth hat sich zwischen die Sterzen eines Exstirpators niedergelassen. Es giebt wohl Heuernte heut?
Beibst grob. De Äsel gihn ei’s Hä itzunder.
Loth. Nun, Ihr dengelt doch aber die Sense ...?
Beibst zur Sense. Ekch! tumme Dare.
Kleine Pause, hierauf.
Loth. Wollt Ihr mir nicht sagen, wozu Ihr die Sense scharf macht, wenn doch nicht Heuernte ist?