Loth. Danke.

Hoffmann kippt das Gläschen in den Mund. Oah! — na, nu bin ich ganz Ohr.

Loth. Kurz und gut: da bin ich eben sehr stark hineingefallen.

Hoffmann. Mit zwei Jahren, glaub ich?!

Loth. Ganz recht! Du scheinst es ja doch also zu wissen. Zwei Jahre Gefängniß bekam ich, und nach dem haben sie mich noch von der Universität relegirt. Damals war ich — einundzwanzig. Nun! in diesen zwei Gefängnißjahren habe ich mein erstes volkswirthschaftliches Buch geschrieben. Daß es gerade ein Vergnügen gewesen, zu brummen, müßte ich allerdings lügen.

Hoffmann. Wie man doch einmal so sein konnte! Merkwürdig! So was hat man sich nun allen Ernstes in den Kopf gesetzt. Baare Kindereien sind es gewesen, kann mir nicht helfen, Du! — nach Amerika auswandern ’n Dutzend Gelbschnäbel wie wir! — wir und Musterstaat gründen! Köstliche Vorstellung!

Loth. Kindereien?! — tjaa! In gewisser Beziehung sind es auch wirklich Kindereien gewesen! Wir unterschätzten die Schwierigkeiten eines solchen Unternehmens.

Hoffmann. Und daß Du nun wirk—lich hinaus gingst — nach Amerika — all—len Ernstes mit leeren Händen .... Denk’ doch mal an, was es heißt, Grund und Boden für einen Musterstaat mit leeren Händen erwerben zu wollen: das ist ja beinahe ver.... jedenfalls ist es einzig naiv.

Loth. Ach, gerade mit dem Ergebniß meiner Amerikafahrt bin ich ganz zufrieden.

Hoffmann laut auflachend. Kaltwasserkur, vorzügliche Resultate, wenn Du es so meinst ...