[96] Vgl. das gotische Portal aus der Scene der Beschneidung.
[97] Neuerdings veröffentlicht im klassischen Bilderschatz Bruckmann 1896, Nr. 1102. Ich wähle unter manchen verwandten italienischen Altarwerken dieser Zeit gerade Bellinis Gemälde, weil Dürer dieses zweifellos in Venedig gesehen hat.
[98] Vgl. Alfr. Bauch im Repertorium für Kunstwissenschaft. Bd. IXX. Heft 1.
[99] Vgl. die Werke des Veit Stoß in Photographien mit begleitendem Text von Bergau, Nürnberg Soldan, und K. Schaefer, Meisterwerke deutscher Bildschnitzerkunst im germanischen Museum, wo auch eine vollständige Wiedergabe des Frieses vom jüngsten Gericht.
[100] Einige, vielleicht allerdings nur äußerliche Ähnlichkeit mit den Figürchen des Frieses zeigt eine kleine kreisrunde Komposition einer thronenden Maria, die unterstützt von zwei über ihr schwebenden Engeln an die versammelten Vertreter der Christenheit Rosenkränze austeilt. Das bemalte und vergoldete Relief, das 31 cm Durchmesser hat, ist irrtümlicher Weise in den Katalog der Originalskulpturen des germanischen Museums als Nr. 156 aufgenommen. Es ist keine Terrakotta, sondern ein Abguß in einer Thonmasse, die des besseren Anhaftens der Farben wegen, wie es scheint, ein wenig gebrannt wurde. Das nicht uninteressante Original dazu im Besitz der Kunsthandlung Fleischmann in Nürnberg ist ein Ölgemälde auf Holz, in dessen Mitte umrahmt von einem Kranze gemalter Rosen das Relief eingelassen ist. Das ungefähr 1515 entstandene Werk soll aus einer Kirche im bayerischen Schwaben stammen.
[101] In Rossels Urkundenbuch von Eberbach 1, 114. 141 werden Wallfahrten aus dem Rheingau nach St. Jakob schon aus dem Jahre 1203 erwähnt (vgl. Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins XVI, 1864, S. 490); nach dem Lübecker Urkundenbuch III, 199 ff. wurde 1354 bestimmt, daß die Mörder des Knappen Marquard von Westensee zur Buße je einen Pilger nach Aachen, Rom, Santiago und Jerusalem schicken sollten. (Vergl. Röhricht und Meisner, Deutsche Pilgerreisen nach dem heiligen Lande, Berlin 1880, S. 486).
[102] Das Haller Heiligtumsbuch, das Wittenberger Heiligtumsbuch, Einzelblatt mit den Abbildungen der Heiligtümer, die in St. Ulrich und Afra zu Augsburg aufbewahrt wurden, etc. Auch von den Heiligtümern in St. Sernin zu Toulouse muß es solche Abbildungen gegeben haben, wie aus der Reisebeschreibung Örtels (».. vnd sonst viel Heilthumbs, als ich auff ein Zettel gedruckt hab«) hervorgeht. Ob noch Exemplare davon existieren, vermag ich nicht zu sagen.
[103] Vgl. Röhricht und Meisner, a. a. O. S. 476. Eine Abschrift auch in dem sogen. schwarzen Rieterbuch der Nürnberger Stadtbibliothek Bl. 393a. Die Aufzeichnung umfaßt nur wenige Sätze. Der Schluß lautet nach der Nürnberger Handschrift: »vnd thet das In einer gutten maynung mein Nachkommen Andacht zu haben dy heylige stett zu besuchen ob sie gott ermant er hett es aber gelobt zw thun.« —
[104] Röhricht und Meisner a. a. O., S. 66 u. 95.
[105] Papierhandschrift 14326, wahrscheinlich Autograph; vgl. G. Waitz im Neuen Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde IV (1879) S. 350.