[10] Dies ist aus den Daten der Ratsverlässe in den Nürnberger Ratsmanualen zu entnehmen. Erst vom Jahre 1558 ab wurde in Nürnberg das neue Jahr vom 1. Januar an gerechnet. Vgl. auch Edmund Goetze, Hans Sachsens Gemerkbüchlein in der Festschrift zur Hans Sachs-Feier, gewidmet vom Herausgeber und Verleger der Zeitschrift für vergleichende Literaturgeschichte, Weimar 1894, S. 49 und 50.
[11] Sonst gibt es nur noch einen dokumentarisch beglaubigten Schüler Albrecht Dürers, den Malerjungen Friedrich, den der Kurfürst Friedrich von Sachsen zu Dürer in die Lehre gab. Er war bei Dürer in den Jahren 1501/2. C. Gurlitt, zur Lebensgeschichte Albrecht Dürers, in dem von H. Thode und H. von Tschudi redigierten Repertorium für Kunstgeschichte, 1895, Hand XVIII, Heft 2, S. 112.
[12] Moritz Thausing, Dürer, Leipzig 1884. II. Band, S. 262. Anton Springer, Albrecht Dürer, Berlin 1892, S. 143, spricht von näheren Beziehungen, die Georg Pentz mit dem Dürerschen Hause unterhielt. — Das kann nur auf diesen Knecht Georg zielen. Friedrich Leitschuh, Albrecht Dürers Tagebuch der Reise in die Niederlande, Leipzig 1884, S. 125 Anm. zu S. 60, Z. 9. — K. Lange und F. Fuhse, Dürers schriftlicher Nachlaß, Halle a. S. 1893, S. 126. Anm. 2.
[13] Bürgerbuch de 1456-1534, M. S. 237, Fol. 122a.
[14] Dürer nennt ihren Namen in seinem Tagebuch der Reise in die Niederlande. Leitschuh a. a. O. S. 204. — Lange und Fuhse, S. 416.
[15] Bürgerbuch de 1456-1534, M. S. 237, Fol 126b: Sabbato post Francisci 1524 ... Hans Renner, plattner, Friedrich Pruckner, schwertfeger, dedit, quilibet 4 fl. werung, Georg Schlenck, maler, Hans Wolleben, peckschlagerjunger ... dedit quilibet 2 fl. werung, juraverunt.
[16] Lange und Fuhse, a. a. O. S. 116.
[17] Springer, S. 124 hält die Magd Susanne irrtümlich für Dürers Tochter. — Albrecht Dürer hatte von seiner Frau überhaupt keine Kinder, und auch sein Bruder, der Goldschmied Endres Dürer, hinterließ keine Nachkommenschaft, denn Constantia, die angebliche Tochter Endres Dürers, war kein leiblicher Sprößling, sondern eine Stieftochter Endres Dürers, wie sich dies aus dem I. Ehebuch von St. Sebald ergibt: Gilg Prager von Dresen, Constantia Hirnhoferin, 14. Februarii 1531. Auch bezüglich dieses Gilg (Kilian) Prager herrschen Irrtümer. Er stammte nicht, wie Lochner (Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit 1863, S. 231) aus seinem Namen geschlossen, aus Prag, sondern aus Dresden. Prager war unbemittelt aus Nürnberg eingewandert. Der Rat gewährte ihm einen Nachlaß an der Bürgeraufnahmegebühr. Ratsmanuale 1531/32, Heft 3, Fol 6b: Samstag 17. juny 1531. Gilg Preger (!), goldschmid, 2 fl. am burgerrecht nachlassen. Herr B. Baumgartner. Bürgerbuch M. S. 237, Fol. 162a: Gilg Kilian Prager, goldschmidt, dedit 2 fl. werung, juravit. Secunda post Viti 1531. Meisterbuch de 1456-1534 Fol. 39b: Gilg Kilian Prager, goltschmid, juravit et dedit x fl. werung sabbato Magdalena 1531.
[18] Den Nachlaß hatte er vermutlich einer Fürsprache Albrecht Dürers zu verdanken, wie ja auch einmal ein anderer Maler Hans Hofmann auf Dürers Verwendung unentgeltlich in Nürnberg als Bürger aufgenommen worden war. Ratsmanuale 1520/21, Heft 7, Fol. 4r: Quarto post Michaelis (3. Oktober) 1520. Einen frembden berumbten maler Albrecht Durer zu eren umbsunst zu burger aufnemen. Burgermeister. Am selben Tage fand keine Vereidigung von Neubürgern statt; er wurde daher erst ein paar Tage später vereidet. Bürgerbuch M. S. 237, Fol. 112r: Sabbato post Francisci (6. Oktober) 1520. Hans Hofmann, maler, dedit o, Hans Kraft von Ulm dedit 4 fl. werung, juraverunt.
[19] J. Baader, Beiträge zur Kunstgeschichte Nürnbergs, Nördlingen 1890, S. 10