Totentanzbild von H. S. Beham.


Zierleiste von Virgil Solis.

EIN ORGELGEHÄUSE AUS DEM ENDE DES 16. JAHRHUNDERTS.

VON GUSTAV VON BEZOLD.

(Hierzu [Tafel V.])

Das auf nebenstehender Tafel abgebildete Orgelgehäuse wurde im vorigen Jahre von einem Händler in Augsburg erworben. Nach dessen Aussage stammt es aus einem Schloß im bayerischen Schwaben, nähere Angaben über die Herkunft hat er nicht gemacht, doch ist die Angabe glaubwürdig. Es ist keine Orgel für eine Kirche, sondern für eine Privatkapelle; die Tastatur umfaßt nur 3½ Oktaven, auch die Zahl der Register und Stimmen war gering. Daß die Orgel in einem vornehmen Hause gestanden hat, beweist die reiche und sorgfältige Gestaltung.

Die Orgel hat bis zur Gesimsoberkante eine Höhe von 3,25 m und im unteren Teil eine Breite von 1,51 m. Der Aufbau hat die für Hausorgeln übliche Form.