Aeußerlich war Monika jetzt wirklich eine Schönheit zu nennen. Der unruhige, so oft wechselnde Ausdruck, den sie als Mädchen gehabt, war einer lächelnden Gleichmäßigkeit gewichen, die trotzige Haltung von einst einer korrekten Grazie. Und der wilde Schimmer in den Augen war erloschen; in diesen dunkeln Sternen stand jetzt nichts mehr von heißer Sehnsucht und von brennender Gier.
Das Leben war jetzt so nett. Georg schaffte ihr all den Luxus und die Eleganz, die ihr so viel Spaß machten.
Er, der für sich selbst immer so sparsam gewesen, kannte nie ein Bedenken, wenn es galt, einen Wunsch seiner Frau zu erfüllen.
Ja, er liebte sie, und sie ihn auch so sehr — und man würde Karriere machen.
Famos war das Leben!
Was schadete denn das, wenn manchmal in stillen Nächten all ihr wirres Jugendweh vor ihr auftauchte wie ein verlorenes Paradies?
Alle die klingenden Verse, die Georg als „zu unpassend“ ein für allemal abgetan, schwirrten ihr dann durch den Kopf.
Und Worte kamen ihr, sie wußte nicht wie:
„Wie liegt das alles mir schon so weit:
Alle die Hirngespinste