Einmal riß ein Brief ihrer Mutter sie aus der Ruhe.
Die Baronin schrieb ganz verzweifelt. Es täte ihr schrecklich leid, Monika so furchtbare Sachen mitteilen zu müssen, aber sie habe niemanden, dem sie ihr Herz ausschütten könne.
Heinzemännchen wolle von der ganzen Angelegenheit nicht mehr sprechen hören.
Er sei zu böse auf Alfred... Um Alfred handle es sich nämlich. Er habe, trotzdem er einmal schon an einer ähnlichen Geschichte haarscharf vorübergekommen, seinen Burschen mit dem Reitpeitschengriff so über den Kopf geschlagen, daß dieser eine erhebliche Verletzung davongetragen habe.
Woher Alfred diese entsetzliche Brutalität habe, sei ihr rätselhaft. Der selige Papa sei doch sehr gutmütig gewesen, und sie selber, — nun, Monika wisse ja allein, was für ein Gemüt die Mutter habe.
Alexander Wetterhelm wolle, der angeheirateten Verwandtschaft zuliebe, nochmal versuchen, die Sache mit Alfred irgendwie zu vertuschen, obwohl es ihm selber an den Kragen ginge, wenn es herauskäme.
Aber weg vom Regiment müsse Alfred so schnell wie möglich — das sei Bedingung!
Er wolle nun zur Schutztruppe, und obwohl es ihr schrecklich sei, eines ihrer Kinder so weit weg zu lassen, müsse sie doch sagen, es sei wohl das beste!
Hier in Deutschland würde Alfred der Familie bloß Schande machen, — das sei keine Frage.
Monika schrieb sofort und bat ihre Mutter in dringendsten Worten, Alfred das Afrika-Projekt auszureden.