„Ach, welch schöner Name, welch fabelhaft schneidiger Name,“ wiederholte Monika ganz begeistert. „Von Teufel zur Höll, — — so möchte ich mal heißen. Hat Ihr Etatsmäßiger nicht irgend einen unverheirateten Bruder?“

Frau von Roßberg brach in Lachen aus, in das albern klingende, grinsende Lachen, das ihr eigentümlich war.

Frau von Teufel zur Höll rief herüber: „Nun, die Jugend amüsiert sich wieder mal ausgezeichnet. Da werden wohl Pläne für unsere lebenden Bilder entworfen. Entwickeln Sie nur recht viel Erfindungsgabe, meine Damen. Wir möchten diesmal etwas ganz Apartes bringen.“

Monika näherte sich, förmlich wie von einer magischen Gewalt gezogen, der Sprecherin. In ihren Augen stand eine so intensive Anteilnahme, daß Frau von Teufels eisiger Gesichtsausdruck einem halben Lächeln Platz machte:

„Na, das Tanzfieber fängt wohl jetzt schon an?“ sagte sie.

„Darf ich denn mit?“ fragte Monika.

Ungläubig klang’s und doch lag schon ein Jubel darin.

Frau von Holtz neigte lächelnd den schönfrisierten, weißhaarigen Kopf.

Da flog Monika auf ihre Tante zu und umarmte sie in so kindlich echtem Jubel, daß sogar Frau von Teufel zur Höll — im Regiment selbstverständlich „die Teufelin“ genannt — ihr darob nicht böse sein konnte.

Monika hatte sich noch nicht beruhigt, als die Damen gegangen waren. Im Gegenteil: ihre Freude äußerte sich in Ausbrüchen, die ihre Cousine als „geradezu indianerhaft“ bezeichnete. Aber urplötzlich schlug der Jubel ins Gegenteil um. Mit tragischem Gesichtchen erinnerte sich Monika, daß sie „nichts, aber absolut nichts“ anzuziehen habe. Frau von Holtz beruhigte sie: selbstverständlich würde für sie ein Kleid geschneidert werden und Marie müsse auch ein neues haben. „Morgen früh kommt Mine Petermann,“ fügte sie verheißungsvoll hinzu.