»In dem Zeitalter vor dem großen Propheten redeten eure Väter wie ihr jetzt, auch in derselben Sprache; uns aber, die wir eure Bräuche nicht kennen, ist die Bedeutung ihrer Worte entschwunden. Sagt mir doch, was bedeutet dieses Wort?«

Die Männer am Herd neigten sich vorwärts, und eine emporzüngelnde Flamme beleuchtete ihre dunklen, gespannten Gesichter.

»Bei Gott,« sagten sie, »sprach man so vor des Propheten Zeit?«

»Mascha'llah! wir gebrauchen das Wort noch. Es ist das Zeichen auf dem Boden, wo das Zelt errichtet wurde.«

So ermutigt, zitierte ich die Strophe Imr el Kais', die Gablāns Bemerkung in mir wachgerufen:

»Wandrer, steh still! Laß uns beweinen die Geliebte an ihrem Ruheplatz im rinnenden Sand zwischen ēd Dudjēl und Haumal.«

Da erhob Gablān an der Zeltstange sein Haupt und rief aus: »Mascha'llah! das ist 'Antara!«

Denn der unbelesene Araber schreibt jedwede Dichtung 'Antara zu, er kennt keinen anderen Namen in der Literatur.

Ich aber entgegnete: »Nein; 'Antara sprach anders. Er sagte: Haben die Sänger der Vorzeit mir etwas Neues zu singen gelassen? oder kommt dir ihr Haus zurück, wenn du seine Stätte betrachtest? Lebīd aber sprach am weisesten, als er sagte: Was ist der Mensch, als ein Zelt und sein Bewohner? Der Tag kommt, wo sie gehen, und die Stätte ist verlassen.«