»Sie wissen nun, was für ein Mann der Agha ist! Kommt er Ihnen nicht vor, wie ein König in seinem Lande?« worauf der Agha sich voll noch königlicherer Gnade zeigte.

Endlich ließen wir uns vor einem Tisch nieder, der mit allen Arten syrischer Delikatessen beladen war, und wenig fremde Küchen können sich mit der guten syrischen Kochkunst messen. Der Agha sprach und aß mit gleichem Eifer, indem er seinen Gästen eine Schüssel nach der anderen aufnötigte. Als das Fest in vollem Gange war, trat ein Diener mit der Meldung ein, daß ein gewisser Bauer den Herrn zu sprechen wünschte.

»Er soll kommen!« sprach der Agha gleichmütig. Darauf erschien die zerlumpte Gestalt eines Landmannes in der Tür und starrte mit halb trotzigem, halb erschrecktem Blick auf die Gesellschaft und die Fülle auserlesener Gerichte.

»Friede sei mit dir, oh Agha!« begann er.

Kaum aber hatte dieser den Bittsteller erblickt, als er in leidenschaftlichster Wut aufsprang. Sein Gesicht wurde purpurrot, die Augen traten aus ihren Höhlen hervor, und mit der geballten Faust auf den Tisch schlagend, schrie er:

Antiochien.

»Hinaus mit dir! Gottes Fluch über dich und deine Kinder! Möge er deines Vaters Haus zerstören! Hinaus mit dir, sage ich, und schaffe das Geld, oder ich werde dich mit deiner Frau und deiner ganzen Familie ins Gefängnis werfen und zu Tode hungern lassen.«

»Oh Agha,« sprach der Mann und setzte der Wut des anderen eine gewisse Würde entgegen, »nur ein wenig Zeit! Gewähre mir ein wenig Zeit!«