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84. DAS VERLASSENE MÄGDLEIN
Früh, wann die Hähne krähn,
Eh' die Sternlein verschwinden,
Muß ich am Herde stehn,
Muß Feuer zünden.
Schön ist der Flammen Schein, 5
Es springen die Funken;
Ich schaue so drein,
In Leid versunken.
Plötzlich da kommt es mir,
Treuloser Knabe, 10
Daß ich die Nacht von dir
Geträumet habe.
Träne auf Träne dann
Stürzet hernieder:
So kommt der Tag heran— 15
O ging' er wieder!
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85. LEBEWOHL
"Lebe wohl!"—Du fühlest nicht,
Was es heißt, dies Wort der Schmerzen;
Mit getrostem Angesicht
Sagtest du's und leichtem Herzen.
Lebe wohl!—Ach, tausendmal 5
Hab' ich mir es vorgesprochen,
Und in nimmersatter Qual
Mir das Herz damit gebrochen!