»Du bis 'n Kind.«

Dann mußte sie mit ihm gehen.

Der Sarg stand schon in der Tiefe.

Geeschen ließ den Kranz hineinfallen, und es schauderte sie. Hans nahm die Mütze ab und betete laut ein Vaterunser und setzte hinzu:

»Du ligs hier eensom, Angk, bi Meben und Kreien, ober still un geruhig – un mihr wulls du jo ne. Amen.«

Dann rauschte der Sand hinab, und Sarg und Kranz verschwanden. Als der Hügel sich wölbte, steckte er die Schaufel beiseite und sah Geeschen an.

Langsam streckte er ihr die Hand hin.

»De Dode is versorgt. Nu kommt de Lebendigen wedder anne Reh.«

Ein fester Lebenswille stand in seinen Augen. Da legte sie ihre kleine Hand in seine große und sah ihn lange an. Und in beider Augen glomm es auf.

Dann lief sie fort, und als er ihr noch verwundert nachsah, da hatte sie schon einen Haufen Feeks zusammengeworfen und zündete ihn an. Und eine helle, rote Flamme prasselte auf.