Ein großes, starkes Mädchen stand neben dem Tisch und band sich die Flechten auf. Eine Weile guckte sie fragend in den Spiegel und dachte: bist bald alt geworden, Karen! – dann suchte sie Rock und Jacke und zog sich dick und warm an. Sie band ein schwarzes Wolltuch um den Kopf und zog Handschuhe an.
Das Gekeuch des Windes und das Gebrüll der See hatten sie geweckt.
»Karen!«
Niels streckte sein bärtiges Gesicht aus den roten Kissen und richtete sich halb auf. Verschlafen sah er sie an.
»Flut.«
Sie hatte sich eine Tasse Kaffee eingegossen und trank langsam.
Er brummte etwas Undeutliches, dann stieß er den neben ihm schnarchenden Jens an und rüttelte ihn wach.
»Flut, Jens. Steh auf, Jens. Mach dich klar, Jens.«
Aber Jens schalt und knurrte. »Laßt mich schlafen. Morgen – nachher – gleich – ja, ja.«
»Dann haben die andern den Strand rein,« brummte Niels, aber Jens schnarchte und war nicht wieder zu ermuntern.