Mittlerweile war auch der Juister munter geworden und rieb sich die Augen. Und als er sah, daß da einer nicht recht wollte, wie er sollte, rasselte er mit dem Schwert und knurrte.

Wohl richtete der Priester sich hoch auf, aber nur, um feierlich zu gehen.

Dietrich lachte aus voller Kehle, weil er wußte, daß die Königin so viel von Lachen und Freuen sprach.

Schön-Helga bekam er aber doch nicht.

»Eine Freude mußt du mir machen können, eine große Freude.«

Das schrieb er sich hinter die Ohren, als er im Korbe saß und sich hinunterfahren ließ. Das Gehen wurde ihm zu sauer.


Frauen und Kinder standen um den Fremden herum, der auf dem Sande stand und von Gott erzählte. Die Fischer und Schiffer hielten sich abseits. Was ging sie der Kram an: sie machten sich aus Göttern verdammt wenig, mochten sie heißen, wie sie wollten. Wie's kam, war's recht: war das Wetter gut, so fischten sie, war es schlecht, so strandete wohl ein Schiff auf den Bänken.

Nur Klaas hörte mit halbem Ohr hin und sah den Priester dunkel fragend an. Er war der Baas der Fischer; er hatte die Drachen von den Schiffen geschlagen und mit dem Fischen angefangen. Er war für das Neue – und da war etwas Neues. Er mußte der erste sein. Aber da rief Kai Rickmers: »Richtig: dein Gott kann aber keinen Wind machen. Der läßt es immer totstill werden. Da hört das Segeln auf: wir können rudern und schwitzen!«

Oben auf dem Felsen stand Schön-Helga und winkte. Klaas gewahrte sie.