„Kap Horn, wat meenst dorto, wenn wi sülben Isbreker speelt?“ rief er.

„Wat seggst du, Klaus? Du wullt en Isbreker utgeben?“ fragte der alte Janmaat, der gerade mit brausendem Monsun in den Segeln zwischen dem Kap der guten Hoffnung und Singapur schipperte und deshalb nicht zugehört hatte.

„Wi weut di bi Isbrekers,“ warf Störtebeker laut dazwischen, „swarten Kaffe schallst du hebben!“ Klaus aber hatte seinen Plan schon unter Segeln. „Wi möt allemann bi,“ rief er, „Hütz mitte Mütz, Lütjfischers un Seefischers, Schippers un Lüd! Wi stekt uns beiden Kurrlienens ut un spannt uns alltohop vör un denn teht wi an! Schallst mol sehn, wo gau wi denn not Fohrwoter raf kommt!“

„Jä!“

„Wat jä? Meenst, wat wi ne soveel Hölpslüd uppen Hümpel kriegt?“ fragte der Schiffer.

„Ik hilp ok mit,“ versicherte der Junge wichtig, „ik kann wat tehn, Vadder!“

„Du bliffst hier, Klaus,“ kam es aber mit Gegenwind vom Ofen her, „meenst du, wat du dor ünnert Is kommen schallst!“

An Hilfsleuten würde es wohl nicht fehlen, gab der Knecht zu, aber wer würde sein Fahrzeug zum Eisbrecher machen wollen? Das sei der Knoten!

Der am weitesten im Eis stecke, erwiderte Klaus. Er selbst! Er wolle es wagen, sein Ewer sei einer der stärksten und könne es am besten ab, er wolle gleich am andern Morgen alles klar machen, und Kap Horn solle dann den Deich abklopfen und es aussingen, daß die Eisbrecherei mit Hochwasser anfangen solle. „Denn könt wi offermorgen all up de Schullen dol, Mudder!“

„Huroh, offermorgen geiht no See!“ rief der Junge, warf die Bunge hin und machte, daß er hinauskam. In voller Fahrt lief er den Deich entlang, daß die Enten im Graben ein lautes Gequark anstimmten und sich erst nach und nach von dem grünköpfigen Wart beruhigen ließen. Wat, wat hebbt ji egentlich, dat, dat is de Jung doch, doch jo bloß! So schnatterte der Wart.