Tschepurnoi: Und wie wachsen sie!
Lisa steht auf und geht auf und ab: Dort wächst nur der Haß … Wenn ich etwas Rohes höre, etwas Gehässiges, wenn ich etwas Rotes erblicke, erwacht in mir jenes dumpfe Grauen, und ich sehe sie gleich wieder vor mir, diese schwarze, vertierte Menge, diese blutbefleckten Gesichter und die roten Blutlachen im Sand …
Tschepurnoi: Sie werden sich so lange in die Aufregung hineinreden, bis Sie einen Anfall bekommen …
Lisa: Und zu meinen Füßen der junge Mensch mit dem eingeschlagenen Schädel … er versucht fortzukriechen, von seinen Wangen und vom Halse strömt das Blut, er hebt das Haupt zum Himmel … ich sehe sein brechendes Auge, den offenen Mund und die mit Blut befleckten Zähne … sein Kopf fällt mit dem Gesicht auf den Sand, mit dem Gesicht …
Tschepurnoi tritt an sie heran: Um Gottes Willen! Was fange ich nur mit Ihnen an?
Lisa: Erfüllt Sie das nicht mit Entsetzen?
Tschepurnoi: Kommen Sie … wir wollen in den Garten gehen.
Lisa: Nein, sagen Sie … sagen Sie mir: Haben Sie für mein Entsetzen kein Verständnis?
Tschepurnoi: Natürlich. Ich verstehe es … fühle es!
Lisa: Nein … das ist nicht wahr! Verständen Sie mich, so wäre mir leichter ums Herz. Ich möchte diese Last von meiner