Jelena: Du übertreibst.
Lisa: Nein. Sieh doch nur den Abgrund, der dich von deiner Köchin trennt, von …
Jelena: Wird er verschwinden, wenn ich weinend an seinem Rande stehe und vor Furcht zittere?
Lisa: Kannst du denn ruhig leben, wenn deine Mitmenschen deine Seele nicht verstehen? Ich kann es nicht; ich fürchte mich vor denen, die mich nicht verstehen, das ist es, was mich krank macht. Jelena, es sind Opfer nötig; verstehst du? Man muß sich selbst opfern.
Jelena: Ja, frei, freudig, in besinnungsloser Begeisterung - aber sich dazu zwingen - nein, Lisa, das ist des Menschen unwürdig.
Antonowna aus dem Speisezimmer: Jelena Nikolajewna!
Lisa verdrießlich: Was gibt's denn schon wieder?
Antonowna: Nun, nun. Es betrifft nicht dich … der Hauswirt ist gekommen.
Jelena: Ach, er soll warten. Antonowna ab.
Lisa: So habe ich also unrecht?