Henriette. Bringen Sie ihn aber nur bald. Hören Sie!

Dritter Auftritt

Theophan. Lisette.

Lisette. Ich bleibe, Herr Theophan, um Ihnen noch ein kleines großes Kompliment zu machen. Wahrhaftig! Sie sind der glücklichste Mann von der Welt! und wenn Herr Lisidor, glaube ich, noch zwei Töchter hätte, so würden sie doch alle viere in Sie verliebt sein.

Theophan. Wie versteht Lisette das?

Lisette. Ich verstehe es so: daß wenn es alle viere sein würden, es jetzt alle zwei sein müssen.

Theophan (lächelnd). Noch dunkler!

Lisette. Das sagt Ihr Lächeln nicht.—Wenn Sie aber wirklich Ihre
Verdienste selbst nicht kennen, so sind Sie nur desto liebenswerter.
Juliane liebt Sie: und das geht mit rechten Dingen zu, denn sie soll
Sie lieben. Nur schade, daß ihre Liebe so ein gar vernünftiges
Ansehen hat. Aber was soll ich zu Henrietten sagen? Gewiß sie liebt
Sie auch, und was das Verzweifeltste dabei ist, sie liebt Sie—aus
Liebe.—Wenn Sie sie doch nur alle beide auch heiraten könnten!

Theophan. Sie meint es sehr gut, Lisette!

Lisette. Ja, wahrhaftig! alsdann sollten Sie mich noch obendrein behalten.