Theophan. Was ist klar, Adrast? (Ruhig.)
Adrast. Ihre Falschheit, Ihre List—
Theophan (zum Araspe). Wir halten uns zu lange hier auf. Lisidor, lieber Vetter, wird Sie mit Schmerzen erwarten. Erlauben Sie, daß ich Sie zu ihm führe.—(Zum Adrast.) Darf ich bitten, Adrast, daß Sie einen Augenblick hier verziehen? Ich will den Araspe nur heraufbegleiten; ich werde gleich wieder hier sein.
Araspe. Wenn ich Ihnen raten darf, Adrast, so sein Sie gegen meinen
Vetter nicht ungerecht.—
Theophan. Er wird es nicht sein. Kommen Sie nur.
(Theophan und Araspe gehen ab.)
Dritter Auftritt
Adrast (bitter). Nein, gewiß, ich werde es auch nicht sein! Er ist unter allen seinesgleichen, die ich noch gekannt habe, der hassenswürdigste! Diese Gerechtigkeit will ich ihm widerfahren lassen. Er hat den Araspe ausdrücklich meinetwegen kommen lassen: das ist unleugbar. Es ist mir aber doch lieb, daß ich ihm nie einen redlichen Tropfen Bluts zugetrauet, und seine süßen Reden jederzeit für das gehalten habe, was sie sind.—
Vierter Auftritt
Adrast. Johann.