Theophan. Verziehen Sie doch.—Was sollen diese Reden? Ich verstehe
Sie so wenig, als ich den Adrast verstanden habe.
Juliane. Es ist mir lieb, daß Sie aus einer unschuldigen Kleinigkeit nichts machen wollen. Aber lassen Sie mich—(Geht ab.)
Siebenter Auftritt
Adrast. Theophan.
Theophan. Ihre Geliebte, Adrast, schickte mich hierher: Ich würde hier nötig sein, sagte sie. Ich eile, und bekomme lauter Rätsel zu hören.
Adrast. Meine Geliebte?—Ei! wie fein haben Sie dieses angebracht!
Gewiß, Sie konnten Ihre Vorwürfe nicht kürzer fassen.
Theophan. Meine Vorwürfe? Was habe ich Ihnen denn vorzuwerfen?'
Adrast. Wollen Sie etwa die Bestätigung aus meinem Munde hören?
Theophan. Sagen Sie mir nur, was Sie bestätigen wollen? Ich stehe ganz erstaunt hier.—
Adrast. Das geht zu weit. Welche kriechende Verstellung! Doch damit sie Ihnen endlich nicht zu sauer wird, so will ich Sie mit Gewalt zwingen, sie abzulegen.—Ja, es ist alles wahr, was Ihnen Henriette hinterbracht hat. Sie war niederträchtig genug, uns zu behorchen.— Ich liebe Julianen, und habe ihr meine Liebe gestanden.—