Juliane. Nein, es ist mit euch nicht auszuhalten—

Valer. Erklären Sie wenigstens, liebste Juliane—

Juliane. Erklären? und was? Vielleicht, daß ich Ihnen in die Arme rennen will und wann ich auch alle Tugenden beleidigen sollte? daß ich mich mit einer Begierde, mit einem Eifer die Ihrige zu werden bemühen will, die mich in Ihren Augen notwendig einmal verächtlich machen müssen? Nein, Valer—

Lisette. Hören Sie denn nicht, daß sie uns gern freie Hand lassen will? Sie macht es wie die schöne Aspasia—oder wie hieß die Prinzessin in dem dicken Romane? Zwei Ritter machten auf sie Anspruch. Schlagt euch miteinander, sagte die schöne Aspasia; wer den andern überwindet, soll mich haben. Gleichwohl aber war sie dem Ritter in der blauen Rüstung günstiger als dem andern—

Juliane. Ach, die Närrin, mit ihrem blauen Ritter—(Reißt sich los und geht ab.)

Zweiter Auftritt

Lisette. Valer.

Lisette. Ha! ha! ha!

Valer. Mir ist nicht lächerlich, Lisette.

Lisette. Nicht? Ha! ha! ha!