Fünfter Auftritt

Chrysander. Damis. Valer.

Chrysander. Gut, gut, Herr Valer, Sie kommen gleich zur rechten
Stunde.

Damis. Was will der unerträgliche Mensch wieder?

Valer. Ich komme, Abschied von Ihnen beiden zu nehmen—

Chrysander. Abschied? so zeitig? warum denn?

Valer. Ich glaube nicht, daß Sie im Ernste fragen.

Chrysander. Gott weiß es, Herr Valer; in dem allerernstlichstem
Ernste. Ich lasse Sie wahrhaftig nicht.

Valer. Um mich noch empfindlicher zu martern? Sie wissen, wie lieb mir die Person allezeit gewesen ist, die Sie mir heute entreißen. Doch das Unglück wäre klein, wenn es mich nur allein träfe. Sie wollen noch dazu diese geliebte Person mit einem verbinden, der sie ebenso sehr haßt, als ich sie verehre? Meine ganze Seele ist voller Verzweiflung, und von nun an werde ich weder hier noch irgendswo in der Welt wieder ruhig werden. Ich gehe, um mich—

Chrysander. Nicht gehen, Herr Valer, nicht gehen! Dem Übel ist vielleicht noch abzuhelfen.