Anton. Kurz geantwortet! Aber soll sich denn ein Bedienter nicht um seinen Herrn bekümmern? Es wäre doch ganz billig, wann ich auch wüßte, worauf Sie dächten. Eine blinde Henne findet auch manchmal ein Körnchen, und vielleicht könnte ich Ihnen—

Damis. Schweig!

Anton. Die Antwort war noch kürzer. Wenn sie stufenweise so abnimmt, so will ich einmal sehen, was übrigbleiben wird.—Was zählen Sie denn an den Fingern? Was hat Ihnen denn der arme Nagel getan, daß Sie ihn so zerreißen? (Er wird Lisetten gewahr.)—Und, zum Henker, was ist denn das für ein Affe? Kömmst du von Sinnen?

Lisette. Halt dein Maul!

Anton. Um des Himmels willen geh! Wann mein Herr aus seinem Schlafe erwacht und dich sieht—

Lisette. Schweig!

Anton. Willst du mich oder meinen Herrn zum besten haben? So sehen
Sie doch einmal hinter sich, Herr Damis!

Damis (geht einigemal tiefsinnig auf und nieder; Lisette in gleichen
Stellungen hinter ihm her; und wann er sich umwendet, schleicht sie
sich hurtig herum, daß er sie nicht gewahr wird). Meiner
Hochzeitfackel Brand Sei von mir jetzt selbst gesungen!

Anton. Ho! ho! Sie machen Verse? Komm, Lisette, nun müssen wir ihn allein lassen. Bei solcher Gelegenheit hat er mich selbst schon, mehr als einmal, aus der Stube gestoßen. Komm nur; er ruft uns gewiß selbst wieder, sobald er fertig ist, und vielleicht das ganze Haus dazu.

Lisette (indem sich Damis umwendet, bleibt sie starr vor ihm stehen und nimmt seinen Ton an). Meiner Hochzeitfackel Brand Sei von mir jetzt selbst gesungen!