Tellheim
Und hinzugesetzt: wenn ich kann.
Fräulein
Sie können; Sie müssen wissen, was in Ihrem Herzen vorgeht.—Lieben
Sie mich noch, Tellheim?—Ja oder Nein.
Tellheim
Wenn mein Herz—
Fräulein
Ja oder Nein!
Tellheim
Nun, Ja!
Fräulein
Ja?
Tellheim
Ja, ja!—Allein—
Fräulein Geduld!—Sie lieben mich noch: genug für mich.—In was für einen Ton bin ich mit Ihnen gefallen! ein widriger, melancholischer, ansteckender Ton.—Ich nehme den meinigen wieder an.—Nun, mein lieber Unglücklicher, Sie lieben mich noch und haben Ihre Minna noch und sind unglücklich? Hören Sie doch, was Ihre Minna für ein eingebildetes, albernes Ding war—ist. Sie ließ, sie laßt sich träumen, Ihr ganzes Glück sei sie.—Geschwind, kramen Sie Ihr Unglück aus. Sie mag versuchen, wieviel sie dessen aufwiegt.—Nun?
Tellheim
Mein Fräulein, ich bin nicht gewohnt zu klagen.
Fräulein Sehr wohl. Ich wüßte auch nicht, was mir an einem Soldaten, nach dem Prahlen, weniger gefiele als das Klagen. Aber es gibt eine gewisse kalte, nachlässige Art, von seiner Tapferkeit und von seinem Unglücke zu sprechen—