Franziska
Ich wollte so einen Diener nicht—

Just
Nu, nu, verzeih Sie mir die Redensart!—Da bring ich ein Briefchen von
meinem Herrn an Ihre Herrschaft, das gnädige Fräulein—Schwester.—
War's nicht so? Schwester.

Franziska
Geb Er her! (Reißt ihm den Brief aus der Hand.)

Just
Sie soll so gut sein, läßt mein Herr bitten, und es übergeben.
Hernach soll Sie so gut sein, läßt mein Herr bitten—daß Sie nicht
etwa denkt, ich bitte was!—

Franziska
Nun denn?

Just Mein Herr versteht den Rummel. Er weiß, daß der Weg zu den Fräuleins durch die Kammermädchen geht:—bild ich mir ein!—Die Jungfer soll also so gut sein—läßt mein Herr bitten—und ihm sagen lassen, ob er nicht das Vergnügen haben könnte, die Jungfer auf ein Viertelstündchen zu sprechen.

Franziska
Mich?

Just
Verzeih Sie mir, wenn ich Ihr einen unrechten Titel gebe.—Ja, Sie!—
Nur auf ein Viertelstündchen; aber allein, ganz allein, insgeheim,
unter vier Augen. Er hätte Ihr was sehr Notwendiges zu sagen.

Franziska Gut! ich habe ihm auch viel zu sagen.—Er kann nur kommen, ich werde zu seinem Befehle sein.

Just
Aber, wenn kann er kommen? Wenn ist es Ihr am gelegensten, Jungfer?
So in der Dämmerung?—