(Mellefont führt sie ab.)

Sara (allein). Die arme Lady!—Sie scheinet die freundschaftlichste Person zwar nicht zu sein; aber mürrisch und stolz scheinet sie doch auch nicht.—Ich bin wieder allein. Kann ich die wenigen Augenblicke, die ich es vielleicht sein werde, zu etwas Besserm als zur Vollendung meiner Antwort anwenden? (Sie will sich niedersetzen, zu schreiben.)

Sechster Auftritt

Betty. Sara.

Betty. Das war ja wohl ein sehr kurzer Besuch.

Sara. Ja, Betty. Es ist Lady Solmes; eine Anverwandte meines Mellefont. Es wandelte ihr gähling eine kleine Schwachheit an. Wo ist sie jetzt?

Betty. Mellefont hat sie bis an die Türe begleitet.

Sara. So ist sie ja wohl wieder fort?

Betty. Ich vermute es.—Aber je mehr ich Sie ansehe, Miß—Sie müssen mir meine Freiheit verzeihen—, je mehr finde ich Sie verändert. Es ist etwas Ruhiges, etwas Zufriednes in Ihren Blicken. Lady muß ein sehr angenehmer Besuch oder der alte Mann ein sehr angenehmer Bote gewesen sein.

Sara. Das letzte, Betty, das letzte. Er kam von meinem Vater. Was für einen zärtlichen Brief will ich dich lesen lassen! Dein gutes Herz hat so oft mit mir geweint, nun soll es sich auch mit mir freuen. Ich werde wieder glücklich sein und dich für deine guten Dienste belohnen können.