Norton. Sie sprechen sehr ernsthaft und rührend. Aber drückt sich die Freude nicht etwas anders aus?
Mellefont. Die Freude, Norton? Sie ist nun für mich dahin.
Norton. Darf ich frei reden? (Indem er ihn scharf ansieht.)
Mellefont. Du darfst.
Norton. Der Vorwurf, den ich an dem heutigen Morgen von Ihnen hören mußte, daß ich mich Ihrer Verbrechen teilhaftig gemacht, weil ich dazu geschwiegen, mag mich bei Ihnen entschuldigen, wenn ich von nun an seltner schweige.
Mellefont. Nur vergiß nicht, wer du bist.
Norton. Ich will es nicht vergessen, daß ich ein Bedienter bin: ein
Bedienter, der auch etwas Bessers sein könnte, wenn er, leider!
darnach gelebt hätte. Ich bin Ihr Bedienter, ja; aber nicht auf dem
Fuße, daß ich mich gern mit Ihnen möchte verdammen lassen.
Mellefont. Mit mir? Und warum sagst du das itzt?
Norton. Weil ich nicht wenig erstaune, Sie anders zu finden, als ich mir vorstellte.
Mellefont. Willst du mich nicht wissen lassen, was du dir vorstelltest?