Sittah. Gott!
Du weinst?
Recha. Und diesen Vater—Ah! es muß
Heraus! Mein Herz will Luft, will Luft…
(Wirft sich, von Tränen überwältiget, zu ihren Füßen.)
Sittah. Kind, was
Geschieht dir? Recha?
Recha. Diesen Vater soll—
Soll ich verlieren!
Sittah. Du? verlieren? ihn?
Wie das?—Sei ruhig!—Nimmermehr!—Steh auf!
Recha.
Du sollst vergebens dich zu meiner Freundin,
Zu meiner Schwester nicht erboten haben!
Sittah.
Ich bin's ja! bin's!—Steh doch nur auf! Ich muß
Sonst Hilfe rufen.
Recha (die sich ermannt und aufsteht).
Ah! verzeih! vergib!
Mein Schmerz hat mich vergessen machen, wer
Du bist. Vor Sittah gilt kein Winseln, kein
Verzweifeln. Kalte, ruhige Vernunft
Will alles über sie allein vermögen.
Wes Sache diese bei ihr führt, der siegt!
Sittah.
Nun dann?