Daja. Laßt nur, laßt. Ich denk, es ist
Kein schlimmes Zeichen.

Recha. Zeichen? und wovon?

Daja.
Daß etwas vorgeht innerhalb. Es kocht,
Und soll nicht überkochen. Laßt ihn nur.
Nun ist's an Euch.

Recha. Was ist an mir? Du wirst,
Wie er, mir unbegreiflich.

Daja. Bald nun könnt
Ihr ihm die Unruh' all vergelten, die
Er Euch gemacht hat. Seid nur aber auch
Nicht allzu streng, nicht allzu rachbegierig.

Recha.
Wovon du sprichst, das magst du selber wissen.

Daja.
Und seid denn Ihr bereits so ruhig wieder?

Recha.
Das bin ich; ja das bin ich…

Daja. Wenigstens
Gesteht, daß Ihr Euch seiner Unruh' freut;
Und seiner Unruh' danket, was Ihr itzt
Von Ruh' genießt.

Recha. Mir völlig unbewußt!
Denn was ich höchstens dir gestehen könnte,
Wär', daß es mich—mich selbst befremdet, wie
Auf einen solchen Sturm in meinem Herzen
So eine Stille plötzlich folgen können.
Sein voller Anblick, sein Gespräch, sein Ton
Hat mich…