Tempelherr. O darum könnt' er doch
Mein Vater wohl gewesen sein.
Nathan. Ihr scherzt.
Tempelherr.
Und Ihr nehmt's wahrlich zu genau!—Was wär's
Denn nun? So was von Bastard oder Bankert!
Der Schlag ist auch nicht zu verachten.—Doch
Entlaßt mich immer meiner Ahnenprobe.
Ich will Euch Eurer wiederum entlassen.
Nicht zwar, als ob ich den geringsten Zweifel
In Euern Stammbaum setzte. Gott behüte!
Ihr könnt ihn Blatt vor Blatt bis Abraham
Hinauf belegen. Und von da so weiter,
Weiß ich ihn selbst; will ich ihn selbst beschwören.
Nathan.
Ihr werdet bitter.—Doch verdien ich's?—Schlug
Ich denn Euch schon was ab?—Ich will Euch ja
Nur bei dem Worte nicht den Augenblick
So fassen.—Weiter nichts.
Tempelherr. Gewiß?—Nichts weiter?
O so vergebt!…
Nathan. Nun kommt nur, kommt!
Tempelherr. Wohin?
Nein!—Mit in Euer Haus?—Das nicht! das nicht!—
Da brennt's!—Ich will Euch hier erwarten. Geht!—
Soll ich sie wiedersehn: so seh ich sie
Noch oft genug. Wo nicht: so sah ich sie
Schon viel zu viel…
Nathan. Ich will mich möglichst eilen.
Zehnter Auftritt
Der Tempelherr und bald darauf Daja.