Philotas. Daß es ein Schwert ist!—(Indem er wieder zu sich kömmt.) Und ein schönes Schwert! Ich werde bei diesem Tausche nichts verlieren.—Ein Schwert!
Aridäus. Du zitterst, Prinz.
Philotas. Vor Freuden!—Ein wenig zu kurz scheinet es mir bei alledem. Aber was zu kurz? Ein Schritt näher auf den Feind ersetzt, was ihm am Eisen abgehet.—Liebes Schwert! Welche eine schöne Sache ist ein Schwert, zum Spiele und zum Gebrauche! Ich habe nie mit etwas andern gespielt.—
Aridäus (zum Strato). O der wunderbaren Vermischung von Kind und Held!
Philotas (beiseite). Liebes Schwert! Wer doch bald mit dir allein wäre!—Aber, gewagt!
Aridäus. Nun lege das Schwert an, Prinz; und folge mir.
Philotas. Sogleich!—Doch seinen Freund und sein Schwert muß man nicht bloß von außen kennen. (Er zieht es, und Strato tritt zwischen ihn und den König.)
Strato. Ich verstehe mich mehr auf den Stahl, als auf die Arbeit. Glaube mir Prinz; der Stahl ist gut. Der König hat, in seinen männlichen Jahren, mehr als einen Helm damit gespalten.
Philotas. So stark werde ich nicht werden! Immerhin!—Tritt mir nicht so nahe, Strato.
Strato. Warum nicht?