Philotas. Wie das?
Parmenio. Ha! Ich rechne nun nicht mehr die Glieder, an welchen ich verwundet bin; Zeit und Atem zu ersparen, zähle ich die, an welchen ich es nicht bin.—Kleinigkeiten bei dem allem! Wozu hat man die Knochen anders, als daß sich die feindlichen Eisen darauf schartig hauen sollen?
Philotas. Das ist wacker!—Aber nun—was willst du meinem Vater sagen?
Parmenio. Was ich sehe; daß du dich wohl befindest. Denn deine Wunde, wenn man mir anders die Wahrheit gesagt hat,—
Philotas. Ist so gut als keine.
Parmenio. Ein kleines liebes Andenken. Dergleichen uns ein inbrünstiges Mädchen in die Lippe beißt. Nicht wahr, Prinz?
Philotas. Was weiß ich davon?
Parmenio. Nu, nu; kömmt Zeit, kömmt Erfahrung.—Ferner will ich deinem Vater sagen, was ich glaube, daß du wünschest—
Philotas. Und was ist das?
Parmenio. Je eher, je lieber wieder bei ihm zu sein. Deine kindliche
Sehnsucht, deine bange Ungeduld—