In diesem Augenblick trat Wronskiy herzu.

„Nun, wenn es also unmöglich ist, heute nicht zu tanzen, wohlan denn,“ sagte sie, ohne Wronskiys Gruß zu bemerken und schnell die Hand auf Korsunskiys Schulter legend.

„Weshalb ist sie wohl ungehalten auf ihn?“ dachte Kity, als sie bemerkte, wie Anna absichtlich der Verbeugung Wronskiys nicht dankte.

Dieser begab sich zu Kity und erinnerte sie an ihre erste Quadrille unter dem Bedauern, daß er so lange Zeit nicht das Vergnügen gehabt, sie zu sehen.

Kity blickte lächelnd nach der tanzenden Anna Karenina und lauschte dabei Wronskiys Worten.

Sie hatte erwartet, daß er sie zum Walzer engagieren werde, aber er that es nicht, und sie blickte ihn deshalb verwundert an. Er errötete und engagierte sie sogleich, aber kaum hatte er ihre zarte Taille umfaßt, als die Musik plötzlich abbrach.

Kity blickte ihm ins Gesicht, das ihr jetzt so nahe war, und noch lange nachher, mehrere Jahre darauf, schnitt ihr dieser Blick, voll von Liebe, mit dem sie ihn damals angeschaut, und auf den er ihr nicht antwortete, mit quälender Beschämung in ihr Herz.

„Pardon, Pardon, Walzer, Walzer!“ rief Korsunskiy vom anderen Ende des Saales her und die erste, ihm begegnende Dame ergreifend, begann er zu tanzen.

23.

Wronskiy tanzte mit Kity mehrere Touren. Nach Beendigung des Walzers ging diese zu ihrer Mutter und kaum hatte sie einige Worte mit der Gräfin Nordstone gewechselt, als Wronskiy ihr schon folgte, um für die erste Quadrille zu bitten.