„Ich sehe wohl, daß deine Reise von Erfolg begleitet war,“ begann er zu ihr.

„O ja, vollkommen,“ versetzte sie, und begann ihm alles von Anfang an zu erzählen; ihre Hinreise mit der Wronskaja, ihre Ankunft, den Unfall auf der Eisenbahn. Dann sprach sie von ihrem Mitleid erst für ihren Bruder und dann für Dolly.

„Ich glaube nicht, daß es möglich ist, einen solchen Menschen zu entschuldigen, wenn er auch dein Bruder ist,“ sagte Aleksey Aleksandrowitsch in strengem Tone.

Anna lächelte. Sie begriff, daß er dies namentlich sagte, um zu zeigen, daß Rücksichten auf Verwandtschaft ihn nicht abhalten könnten, seine aufrichtige Meinung auszusprechen. Sie kannte diesen Zug an ihrem Manne und liebte ihn.

„Es ist mir aber lieb, daß alles noch glücklich abgelaufen ist und du wieder hier bist,“ fügte er hinzu; „übrigens was spricht man denn von dem neuen Reglement, welches ich im Rat zur Durchführung gebracht habe?“

Anna wußte nichts von diesem Reglement und sie machte sich Vorwürfe, daß sie so leicht hatte vergessen können, was für ihn von so hoher Wichtigkeit war.

„Hier hat dasselbe freilich viel Staub aufwirbelt,“ sagte er mit selbstzufriedenem Lächeln.

Sie sah, daß Aleksey Aleksandrowitsch ihr etwas Angenehmes mitteilen wollte über die Angelegenheit und bestürmte ihn nun mit Bitten, zu erzählen; und so begann er denn mit seinem selbstzufriedenen Lächeln von den Ovationen zu berichten, die ihm infolge der Durchführung jenes Reglements dargebracht worden waren.

„Ich bin sehr, sehr glücklich,“ sagte er, „dies beweist, daß man bei uns nun endlich beginnt, die Sache mit einem verständigen und sicheren Blick zu betrachten.“