„Es sind keine Leute da! Was wollt Ihr mit diesem Volke machen? Drei sind gar nicht gekommen. Da ist auch der Semjon.“
„Hättet Ihr doch das Stroh sein lassen.“
„Ich habe es auch gelassen.“
„Wo sind die Leute?“
„Fünf sind beim Mist, vier schütten Hafer um. Als ob ich mich nicht gesputet hätte, Konstantin Dmitritsch!“
Lewin wußte recht wohl, daß sich diese Andeutung darauf bezog, der englische Samenhafer sei auch schon verdorben — man hatte also wieder nicht gethan, was er befohlen hatte.
„Ich habe aber doch noch während der Fasten gesagt, daß“ — rief Lewin.
„Beruhigt Euch, wir thun alles zur rechten Zeit.“
Lewin winkte zornig mit der Hand und ging nach den Scheunen, um den Hafer zu besichtigen; dann begab er sich nach dem Pferdestall. Der Hafer war noch nicht verdorben, aber die Arbeiter schütteten ihn mit Schaufeln um, obwohl es möglich gewesen wäre, ihn gleich direkt in die niedrigere Scheuer zu schütten. Nachdem Lewin so angeordnet hatte, machte er zwei Leute frei, die nun zum Säen des Klebers verwendet werden konnten. Lewin war jetzt ruhiger geworden über den Ärger mit seinem Verwalter. Der Tag war aber auch so herrlich, daß man nicht zürnen konnte.