„Und weshalb soll es nicht gelingen?“ frug Lewin.
„Wir müssen noch fünfzehn Arbeitskräfte dingen. Es kommen aber keine. Heute — waren welche hier; sie wollen jedoch siebzig Rubel jährlich haben.“
Lewin schwieg; wiederum hatte sich ihm die elementare Kraft entgegengestemmt. Er wußte, daß so viel man auch probierte, nicht mehr als vierzig Arbeiter oder etwa siebenunddreißig, auch achtunddreißig nötig waren; vierzig waren in Dienst genommen, mehr nicht; aber er mochte nicht streiten.
„Schickt doch nach Sury, nach Tschefirowka, wenn keine kommen, muß man welche suchen.“
„Ja; schickt nur,“ sagte Wasiliy Fjodorowitsch mutlos. „Übrigens sind auch unsere Pferde recht schwach geworden.“
„Dann müssen wir neue zukaufen; ich weiß ja,“ fügte er lachend hinzu, „daß Ihr alles weniger und schlechter findet; doch in diesem Jahre werde ich Euch nicht so selbständig Wirtschaft führen lassen. Ich will alles selbst mit angreifen.“
„Ihr scheint überhaupt wenig schlafen zu können. Uns ist es ja angenehmer, wenn wir unter den Augen des Gutsherrn sind.“
„Sät man denn den Kleber draußen im Birkenthal? Ich werde selbst hinausreiten, um nachzusehen,“ sagte er, den kleinen Falben Kolpik besteigend, der ihm vom Kutscher vorgeführt wurde.
„Über den Bach könnt Ihr aber nicht, Konstantin Dmitritsch,“ rief der Kutscher.
„Nun, dann doch durch den Wald.“ Und in scharfem Pasgang des guten starken Pferdes, welches in die Pfützen hinunter schnob, und in die Zügel biß, ritt Lewin über den schmutzigen Hof nach dem Felde hinaus.