„Halt!“ rief Petrizkiy dem schon fortfahrenden Wronskiy nach. „Dein Bruder hat für dich einen Brief und ein Billet hier gelassen! Halt doch, wo ist denn beides?“
Wronskiy blieb noch.
„Wo denn?“
„Wo? Nun, hierum handelt es sich eben,“ antwortete Petrizkiy feierlich, von der Nase mit dem Zeigefinger nach oben fahrend.
„So sprich doch, das ist ja zu thöricht,“ lachte Wronskiy.
„Ich habe den Kamin nicht geheizt. Hier irgendwo herum.“
„Hast du nun genug geschwatzt? Wo ist denn der Brief?“
„Ich habe ihn wirklich nicht. Ich habe ihn vergessen. Oder sollte ich ihn nur im Traume gesehen haben? Halt, halt; doch wozu sollst du dich erzürnen. Hättest du wie ich gestern, vier Flaschen in Brüderschaft getrunken, so würdest du auch vergessen, wo man liegt. Halt, gleich besinne ich mich.“ Petrizkiy schritt hinter die Scheidewand und legte sich wieder auf das Bette. „Siehst du, so lag ich, und so stand er, ja, ja, ja; da ist er ja,“ und Petrizkiy zog den Brief unter der Matratze hervor, in der er ihn verborgen hatte.
Wronskiy nahm das Schreiben und die Zuschrift des Bruders. Es war das, was er erwartet hatte: Vorwürfe seitens der Mutter, weil er nicht zu ihr kam und eine Mitteilung vom Bruder, in der gesagt wurde, es zeige sich eine Unterredung nötig.
Wronskiy wußte, daß beides sich um den nämlichen Angelpunkt drehte.