„Ganz wohl,“ versetzte dieser. „Aber wohin fahrt Ihr, Mylord?“ frug er plötzlich, die Benennung Mylord, die er früher fast nie gebraucht hatte, anwendend.
Wronskiy hob erstaunt den Kopf und blickte, wie er dies recht wohl zu thun verstand, nicht in die Augen, sondern auf die Stirne des Engländers, erstaunt über die Kühnheit der Frage desselben.
Als er indessen inne wurde, daß der Engländer diese Frage an ihn richtete, indem er ihn nicht als seinen Herrn sondern als den Jockey betrachtete, antwortete er:
„Ich muß zu Brjanskiy, doch werde ich in einer Stunde wieder hier sein. Zum wievieltenmale hat man heute wohl diese Frage an mich gestellt,“ sagte er zu sich selbst und errötete, was ihm sonst selten zu passieren pflegte.
Der Engländer blickte ihn aufmerksam an, und fuhr, gleich als ob er wüßte, wohin jener gehe, fort:
„Die Hauptsache ist, der Ruhe zu pflegen vor dem Reiten,“ sagte er, „keine seelische Mißstimmung sich schaffen und sich in keiner Beziehung zerstreuen.“
„All right,“ lächelte Wronskiy, sprang in den Wagen und ließ sich nach Peterhof fahren.
Er war kaum einige Schritte gefahren, da bewegte sich eine Wolke, die schon am Morgen mit Regen gedroht hatte herauf und es goß nun in Strömen von oben herab.
„Das ist dumm,“ dachte Wronskiy, das Schutzdach des Wagens aufrichtend. „Es war schon so morastig genug, nun aber wird ein vollendeter Sumpf entstehen. In der Stille seines geschlossenen Wagens sitzend, zog er wiederum den Brief der Mutter hervor und den des Bruders und las beide durch.