In seinem Quartier war niemand mehr anwesend; alle waren schon zu den Rennen gegangen und sein Lakai erwartete ihn an der Thür. Während er sich umkleidete, teilte ihm dieser mit, daß das zweite Rennen schon begonnen habe und viele Herren bereits nach ihm gefragt hätten. Auch von dem Marstall sei schon zweimal der Groom gekommen.
Ohne Hast kleidete er sich um — er hastete niemals und verlor nie die Selbstbeherrschung — und befahl alsdann, nach den Baracken zu fahren. Von diesen aus konnte er schon das Gewoge der Equipagen, der Fußgänger und Soldaten sehen, welche die Rennbahn umgaben und die von Menschen wimmelnden Tribünen.
Es fand wahrscheinlich soeben das zweite Rennen statt, da er gerade zur Zeit seines Eintritts in die Baracken die Glocke vernahm.
Als er sich dem Stalle näherte, begegnete ihm Machotins weißfüßiger Fuchs „Gladiator“ den man in einer orangefarbenen und blauen Decke, an welcher sich ungeheuer große blaue Ohrklappen befanden, nach der Bahn führte.
„Wo ist Kord?“ frug er den Knecht.
„Im Stalle; er sattelt.“
In dem geöffneten Stallraum war Frou-Frou schon gesattelt. Man war im Begriff, ihn herauszuführen.
„Bin ich also doch nicht zu spät gekommen?“
„All right, all right! Alles in Ordnung,“ antwortete der Engländer. „Seid nur nicht aufgeregt.“