Zur selben Zeit, als die Teilnehmer am Rennen in die Rennkasse berufen wurden, um ihre Preise entgegenzunehmen und als alles sich nach dorthin wandte, trat Alexander, der ältere Bruder Wronskiys, ein Oberst in Epauletten, von kleiner Gestalt, und ebenso stämmig gebaut wie Aleksey, aber frischer und röter im Gesicht, mit roter Nase und offenem, trunksüchtigen Gesicht zu ihm.

„Hast du meinen Brief empfangen?“ begann derselbe. „Man kann dich ja niemals antreffen!“

Aleksander Wronskiy war ungeachtet seines ausschweifenden, namentlich dem Trunke huldigenden Lebens, wegen dessen er bekannt war, ein vollendeter Hofmann.

Als er jetzt mit seinem Bruder über eine für ihn so sehr unerquickliche Angelegenheit sprach, nahm er doch in dem Bewußtsein, daß jetzt vieler Augen auf sie gerichtet sein konnten, eine lächelnde Miene an, als scherze er gleichsam über eine Kleinigkeit mit seinem Bruder.

„Ich habe ihn empfangen, verstehe aber wahrhaftig nicht, um was du dich hierbei zu sorgen hättest,“ antwortete Aleksey.

„Ich muß mich um das kümmern, was von mir soeben hervorgehoben wurde, daß man dich nämlich nirgends findet, und man dir am Montag in Peterhof begegnet ist.“

„Es giebt Angelegenheiten, die nur der Beurteilung derjenigen unterstehen, die davon direkt interessiert werden, und die Angelegenheit, um die du dich so sehr kümmerst, ist eine solche“ —

„Ja, ja, aber dann dient man eben nicht, nicht“ —

„Ich bitte dich, dich nicht einzumischen; und damit genug“ —

Das finstere Gesicht Aleksey Wronskiys wurde bleich und sein hervorstehendes Unterkinn zitterte, was bei ihm nur selten vorkam.