„Ich biete Euch noch einmal meinen Arm, falls Ihr zu gehen wünscht,“ wiederholte Aleksey Aleksandrowitsch, ihren Arm berührend. Mit Widerwillen wandte sie sich von ihm ab und antwortete, ohne ihm ins Gesicht zu blicken:
„Nein, nein, laßt mich, ich will bleiben!“
Sie sah jetzt, daß von dem Platze aus, auf welchem Wronskiy gestürzt war, ein Offizier durch den Kreis hindurch nach den Tribünen lief. Bezzy winkte ihm mit dem Taschentuch; der Offizier brachte die Nachricht, daß der Reiter nicht tot sei, sein Pferd aber das Kreuz gebrochen habe.
Als Anna dies vernommen hatte, setzte sie sich schnell wieder nieder und bedeckte das Gesicht mit ihrem Fächer.
Aleksey Aleksandrowitsch gewahrte, daß sie weinte und weder ihre Thränen zurückzuhalten vermochte, noch selbst das Schluchzen, welches ihre Brust hob.
Aleksey Aleksandrowitsch deckte sie mit seiner Person, ihr Zeit gewährend, sich zu fassen.
„Zum drittenmal biete ich Euch meinen Arm,“ sprach er nach einiger Zeit, sich nochmals zu ihr wendend. Anna blickte ihn an, ohne zu wissen, was sie antworten sollte. Die Fürstin Bezzy kam ihr indessen zu Hilfe.
„Nein; Aleksey Aleksandrowitsch, ich habe Anna mit mir hergeführt, und habe gelobt sie wieder mitzunehmen,“ mischte sie sich ein.
„Entschuldigt mich, Fürstin,“ sagte er ihr mit höflichem Lächeln, aber fest ins Auge schauend, „ich bemerke doch, daß Anna nicht recht wohl ist und wünsche daher, daß sie mit mir fährt.“