In der That entwickelte sich zwischen den beiden Frauen beim Thee, der ihnen auf dem Präsentierbrett in den kleinen Salon gebracht wurde, ein cosy chat, wie es die Fürstin Twerskaja bis zur Ankunft ihrer Gäste in Aussicht gestellt hatte. Sie nahmen diejenigen durch, welche sie zum Besuch erwarteten und das Gespräch blieb schließlich bei der Lisa Merkalowa stehen.
„Sie ist sehr angenehm und mir stets sympathisch gewesen,“ sagte Anna.
„Ihr müßt sie lieben; sie schwärmt für Euch. Gestern kam sie zu mir nach den Rennen und befand sich in Verzweiflung, daß sie Euch dort nicht angetroffen hatte. Sie sagt, Ihr wäret die echte Heldin für einen Roman und sie würde für Euch, falls sie ein Mann wäre, wohl tausend Dummheiten begehen. Stremoff hat ihr darauf geantwortet, daß sie ja auch so schon welche machte.“
„Aber sagt mir doch bitte, ich habe nie begreifen können,“ begann Anna, nachdem sie einige Zeit geschwiegen hatte, in einem Tone der deutlich zeigte, daß sie keine müßige Frage stellte, sondern das, wonach sie frug, für sie bedeutungsvoller war als vielleicht nötig, „sagt mir doch nur, was sie eigentlich für eine Beziehung zum Fürsten Kaluschskiy, dem sogenannten Mischka hat? Ich habe beide zu selten gesehen, wie steht es damit?“
Bezzy lächelte nur mit den Augen und blickte Anna aufmerksam an.
„Eine neue Mode,“ sagte sie. „Man hat sie allgemein angenommen, und sieht eben den Wald vor Bäumen nicht.“
„Aber welche sind also ihre Beziehungen zu Kaluschskiy?“
Bezzy brach plötzlich in ein lustiges nicht zu bezwingendes Gelächter aus, was bei ihr selten der Fall war.
„Da betretet ihr ja die Domäne der Fürstin Mjachkaja. Dies ist die Frage eines ‚enfant terrible!‘“ Bezzy schien offenbar an sich halten zu wollen es aber nicht zu können und brach abermals in das nämliche hinreißende Gelächter aus, mit welchem lachlustige Leute bisweilen lachen. „Man wird sie wohl fragen müssen,“ antwortete sie endlich unter Lachthränen.