„Erst gestern erhalten.“

„Dann wollen wir also zuerst mit den Austern beginnen, und darauf den ganzen Plan verändern. Nicht so?“

„Mir ganz gleichgültig. Lieber als alles ist mir Schtschi und Kascha,[A] aber beides giebt es hier wohl nicht.“

„Kascha à la russe befehlt Ihr?“ frug der Tatar, wie eine Amme über das Kind, sich zu Lewin beugend.

„Nein, ohne Scherz, was du wählst, wird gut sein; ich bin Schlittschuh gefahren und möchte essen; denke nicht“, wandte er sich an Oblonsky, auf dessen Gesicht er einen Ausdruck der Unzufriedenheit bemerkte, „daß ich deine Wahl nicht hochschätzte, ich werde mit Vergnügen etwas Gutes mit speisen.“

„Das wäre auch! Magst du sagen was du willst, das Essen ist einer der Genüsse des Lebens,“ antwortete Stefan Arkadjewitsch. „Also bringe denn, lieber Freund, zwei oder drei Dutzend Austern für uns, und Suppe mit Schwarzwurzel“ —

Printanière,“ verbesserte der Tatar, aber Stefan Arkadjewitsch wollte demselben doch nicht den Triumph einer französischen Korrektur in der Benennung der Speisen belassen.

„Mit Schwarzwurzel, verstehst du? Hierauf turbot mit steifer Sauce, dann Roastbeef; sieh zu, daß alles gut ist; auch Kapaune mögen kommen und Konserven.“

Der Tatar, welcher die Gepflogenheiten Stefan Arkadjewitschs kannte, die Speisen nach der französischen Karte zu benennen, wiederholte nicht mehr, sondern machte sich nun das Vergnügen, den ganzen Auftrag nach der Karte französisch zu wiederholen: „Soupe printanière, turbot sauce Beaumarchais, poulard à l'estragon, conserves de fruits“ und wie auf Sprungfedern fortgeschnellt holte er, die eingebundene Karte niederlegend, eine andere, die Weinkarte herbei und brachte sie Stefan Arkadjewitsch.