„Nein, nein; doch im Leben ist ganz gut“ — Lewin hatte sich jetzt plötzlich verwickelt, „ich weiß nicht, ich weiß nur, daß wir bald sterben werden.“

„Warum denn bald?“

„Es giebt im Leben weniger Reize, wenn man des Todes gedenken muß, aber man wird dabei ruhiger.“

„Im Gegenteil, immer lustiger! — Doch meine Zeit ist jetzt gekommen;“ Stefan Arkadjewitsch stand zum zehntenmale vom Platze auf.

„Ach bleib doch noch ein wenig sitzen,“ sagte Lewin, ihn haltend. „Wann werden wir uns wiedersehen? Ich fahre morgen.“

„Deshalb bin ich hergekommen. Du kommst doch sicher heute zu mir, zu einem Essen. Dein Bruder wird mit da sein, und Karenin, mein Schwager.“

„Ist er denn hier?“ frug Lewin und wollte nach Kity fragen. Er hörte, daß sie im Beginn des Winters in Petersburg bei ihrer Schwester gewesen sei, der Frau eines Diplomaten, und wußte nicht, ob sie wieder zurückgekehrt war oder nicht; doch gab er es auf, zu fragen. Mochte sie da sein oder nicht, es war ihm gleich.

„Also du kommst?“

„Gewiß.“

„Um fünf Uhr!“