„Darja Alexandrowna?“ wiederholte Matwey gleichsam voll Zweifels.
„Ja. Teile ihr es mit; und nimm hier das Telegramm, gieb es ihr, und melde, daß sie anordne.“
„Ihr wollt versuchen,“ verstand Matwey, aber er sprach nur „Ich gehorche.“
Stefan Arkadjewitsch war schon gewaschen und frisiert und wollte sich ankleiden, als Matwey, sich langsam in den knarrenden Stiefeln bewegend, mit der Depesche wieder im Zimmer erschien. Der Barbier war nicht mehr anwesend.
„Darja Alexandrowna hat befohlen, ich solle Euch mitteilen, daß sie fortfahren wird. Ihr möchtet thun, wie es Euch beliebte,“ berichtete er, nur mit den Augen lachend und die Hand in die Tasche seines Jaquets versenkend, während er den Kopf seitwärts legte und auf seinen Herrn blickte. Stefan Arkadjewitsch blieb stumm, dann erschien ein gutmütiges, etwas klägliches Lächeln auf seinem roten Gesicht.
„Nun, Matwey?“ frug er kopfschüttelnd.
„Es ist nicht von Bedeutung, Herr,“ versetzte dieser, „wird sich schon machen.“
„Es wird sich machen?“
„Ach, ja.“
„Meinst du? — Doch wer ist dort?“ frug Stefan Arkadjewitsch, an der Thür das Rauschen eines weiblichen Gewandes wahrnehmend.