„Genau so wie Scheren. Es ist ein Brett und daran sind viele kleine Scheren. So hier“ —

Anna ergriff mit ihren schönen, weißen, von Ringen bedeckten Händen ein Messer und eine Gabel und begann zu zeigen. Sie sah offenbar, daß sich aus ihrer Erklärung nichts erkennen lasse, setzte aber, recht wohl wissend, daß sie angenehm sprach und daß ihre Hände schön seien, die Erklärung fort.

„Es sind eigentlich mehr Federmesser,“ sagte Wjeslowskij lächelnd, ohne die Augen von ihr zu verwenden.

Anna lächelte kaum merklich, antwortete ihm aber nicht.

„Nicht wahr, Karl Fjodorowitsch, es sind Scheren?“ wandte sie sich an den Baumeister.

„O ja,“ versetzte der Deutsche in deutscher Sprache, „es ist ein ganz einfaches Ding,“ und begann dann die Konstruktion der Maschine zu erläutern.

„Schade, daß sie nicht strickt. Ich habe auf der Wiener Weltausstellung eine gesehen, die strickt Draht,“ sagte Swijashskiy, „diese wären noch nützlicher gewesen.“

„Es kommt drauf an; der Preis vom Draht muß ausgerechnet werden,“ sagte der Deutsche in deutscher Sprache und wandte sich, seinem Schweigen entrissen, an Wronskiy.

„Das läßt sich ausrechnen, Erlaucht.“ Der Deutsche hatte bereits in die Tasche gegriffen, wo er Bleistift und ein Notizbuch trug, in welchem er alles ausrechnete. Doch besann er sich, daß er bei Tische sitze und stand, den kühlen Blick Wronskiys bemerkend, von seinem Vorhaben ab. „Zu kompliziert; macht zuviel Klopot,“ schloß er.

„Wünscht man Dochots,[A] so hat man auch Klopots,“[B] sagte Wasjenka Wjeslowskij auf Deutsch, sich über den Deutschen lustig machend. „J'adore l'allemand,“ wandte er sich mit dem nämlichen Lächeln zu Anna.