„Allerdings; ich hörte es; gestern sprach Anna Arkadjewna davon — bis auf die Plinthe ist sie Kennerin“ — sagte Wjeslowskij.
„Es ist nichts Wunderbares dabei, wenn man so viel sieht und hört,“ antwortete Anna, „Ihr freilich wißt gewiß nicht einmal, wovon man ein Haus baut.“
Darja Aleksandrowna sah, daß Anna ungehalten über den Ton von Tändelei war, der zwischen ihr und Wjeslowskij herrschte, und in welchen unwillkürlich sie selbst geriet.
Wronskiy handelte in diesem Falle durchaus nicht so, wie Lewin. Er maß dem Geschwätz Wjeslowskijs offenbar nicht die geringste Bedeutung bei, ja, würzte im Gegenteil noch dessen Scherze.
„Nun sagt doch einmal, Wjeslowskij, womit bindet man denn die Steine!“
„Natürlich mit Cement.“
„Bravo! Aber was ist denn Cement?“
„Nun so etwas wie ein dünner Brei, nein wie Kitt,“ sagte Wjeslowskij, ein allgemeines Gelächter hervorrufend.
Die Konversation unter den Dinierenden mit Ausnahme des in tiefes Schweigen versunkenen Arztes, des Architekten und des Baumeisters, verstummte nicht, bald glatt fließend, bald stockend und jemanden bei einer Schwäche fassend. Einmal wurde auch Darja Aleksandrowna angegriffen und so aufgeregt davon, daß sie sogar errötete, und sich besann, ob man ihr nicht etwas Überflüssiges und Unangenehmes gesagt habe? Swijashskiy hatte über Lewin zu sprechen begonnen, und von seinen seltsamen Urteilen, daß die Maschinen der russischen Landwirtschaft nur schädlich seien, erzählt.
„Ich habe nicht das Vergnügen, diesen Herrn Lewin zu kennen,“ sagte Wronskiy lächelnd, „aber wahrscheinlich hat er wohl niemals die Maschinen gesehen, die er verwirft. Und wenn er eine gesehen und erprobt hat, so wird sie darnach gewesen sein, nicht eine ausländische, sondern eine russische. Wie kann man hierbei noch Ansichten haben?“